Mit den Heiligen durch den Advent

Mit den Adventsheiligen sind Sie für alle Eventualitäten im Advent gerüstet: Am 4. Dezember begegnen wir der Heiligen Barbara (3. Jahrhundert). - War das nicht die Schutzpatronin der Bergleute? Nun schloss 2018 die letzte Steinkohle-zeche Deutschlands, doch auch ohne aktive Kumpel hat Barbara noch genug himmlische Aufgaben. Schließlich gilt die junge Frau, die im Römischen Reich für ihren Glauben gestorben sein soll, auch als Patronin der Feuerwehr. Gerade im Advent, wenn im ganzen Haus die Kerzen brennen, kann so eine Heilige nicht schaden.
Brauchtum:
Seit dem 17. Jahrhundert ist mit dem Barbaratag der Brauch verbunden, Zweige (etwa vom Kirschbaum) im Garten zu schneiden und in einem Krug mit Wasser in die Wohnung zu stellen. Zu Weihnachten brachen die Blütenknospen dann wegen der häuslichen Wärme auf. Die so mitten im Winter sprießenden Zweige symbolisieren die wunderbare Geburt Jesu. Zwar beginnt dieser traditionelle Adventskalender mit viertägiger Verspätung – doch in Fragen der Nachhaltigkeit lässt er die meisten modernen Kalender alt aussehen.

Ja ist denn schon Weihnachten? Ursprünglich war der Nikolaustag am 6. Dezember auch der Tag der Bescherung. Erst im Zuge der Reformation verschob sich die Geschen-keübergabe in Deutschland auf Heilig-abend. Und doch zählt Nikolaus (3.-4. Jahrhundert) bis heute zu den belieb-testen Heiligen überhaupt – in Ost und West. Als Bischof von Myra (heute Türkei) soll er nicht nur besonders rechtgläubig und freigiebig, sondern auch wundertätig gewesen sein.

Der Tag des Honigs wird international am 7. Dezember, dem Gedenktag des Heiligen Ambrosius, gefeiert. Denn er ist unter anderem Schutzpatron der Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker. Aber vor allem ist er der älteste der vier großen lateinischen Kirchenväter. Ambrosius, Augustinus, Gregor der Große und Hieronymus sind begnadete Schriftsteller des frühen Christentums. Mit ihren Veröffentlichungen haben sie die kirchliche Lehre begründet und werden deshalb Kirchenväter genannt. 
Was ihn zum Schutzpatron der Imker gemacht hat, erzählt eine Legende: Der kleine Ambrosius – gerade mal wenige Wochen alt – schlummerte in seiner Wiege, als sich plötzlich ein Schwarm Bienen auf seinem Gesicht niederließ. Die Tiere drangen in seinen Mund ein, als sei er ihr Bienenstock. Doch sie taten dem Kleinen nichts zu Leide, sondern träufelten ihm sanft Honig ein und flogen nach einer kurzen Weile weiter.

Neun Monate vor Mariä Geburt feiern wir am 8. Dezember das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“. Verehrt wird sie als Maria Immaculata, wie sie auch in unserer Kirche zu finden ist.

Zahlreiche Legenden ranken sich um die Tagesheilige des 13. Dezember, Lucia, die im 4. Jahrhundert in Syrakus (heute Italien) das Martyrium erlitt. Sie habe verfolgte Christen, die sich in dunklen Tunneln unter der Stadt versteckten, heimlich mit Essen und Trinken versorgt. Um dafür beide Hände frei zu haben, soll Lucia einfach Kerzen wie eine leuchtende Krone auf dem Kopf getragen haben.

Auf dem Weg zur Krippenlandschaft im linken Seitenschiff der Offenen Kirche Mutter vom Guten Rat begleiten Sie diese Heiligen des Advents. Lassen Sie sich anstecken von deren Drang, das Gute zu tun und seien Sie in all Ihrem Tun gesegnet vom dreieinen Gott.

 

 

Bilder gefunden hier:
www.pekingesen-von-tai-chi.de/barbaras_bastel_ecke/barbaras_zweig.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Ambrosius_von_Mailand
http://realfamiliaportuguesa.blogspot.com/2016/12/no-dia-8-de-dezembro-passado-celebrou.html
https://wegwahrheitleben.wordpress.com/2010/12/12/13-dezember-gedenktag-hl-lucia/
https://www.eschenau.at/wp-content/uploads/2018/11/Advent-2018.pdf