Das Jahr des Heiligen Josef

Am 8.12.2020 veröffentlichte der Papst das apostolische Schreiben „Patris Cordes“, das auf Deutsch heißt „mit väterlichen Herzen“. Ein Titel, der dem Heiligen Josef perfekt zugeschnitten ist, denn mit diesem Schreiben will der Papst den 150. Jahrestag der Erhebung des Heiligen Josefs zum Schutzpatron der katholischen Kirche in die Erinnerung der Gläubigen rufen. Das Jahr 2021 ist gleichzeitig zum Jahr des Heiligen Josefs ausgerufen worden.

Wer war Josef von Nazareth?
Die Evangelien sagen uns, dass er der Bräutigam von Maria und der Ziehvater des Jesus Kind war. Er war Handwerker, hat als Zimmermann gearbeitet. Hatte wohl seine eigene Schreinerei. Als Josef erfahren hat, dass Maria schwanger war, wollte der gerechte Josef sie verlassen, um sie nicht dem Gesetz auszuliefern. Aber ihm erschien der Engel Gottes, der Josef in das Vorhaben Gottes einweihte. Von dem Moment an, erweist sich Josef als Gottes treuer Diener und trug von nun an die Sorge für die Heilige Familie.
Der Überlieferungen nach stammt Josef aus dem Stamm Davids, sein Vater hieß Jakob (aus Nazareth) und seine Mutter hieß Rachel (aus Bethlehem). Die Ehe blieb jedoch lange kinderlos, weshalb sie sich im Tempel Gott anvertrauten und nach einem Sprössling baten. Nach einer der vielen Pilgerfahrten zum Tempel, empfing Rachel den von Gott auserwählten Knaben, der dazu bestimmt war das Oberhaupt der Heiligen Familie zu werden. Die Schwangerschaft Rachels und die Geburt Josefs haben unter wunderhaften Geschehnissen stattgefunden. Laut der Äbtissin Maria Cäcilia Baij, in „das Leben des Heiligen Josefs“, sprach der Hohepriester am Tage der Darbringung vor dem Herrn im Tempel (acht Tage nach der Geburt):
„… möget Ihr das Kind in guter Gesinnung erziehen und in besonderer Sorge angedeihen lassen, denn ich habe erkannt, dass dieses Kind Gott sehr wohl gefällt. Das Kind ist zum Großen bestimmt und es wird zum Trost für Viele werden“.
Die Äbtissin fährt fort: „Das Kind erhielt bei der Beschneidungszeremonie den Namen Josef. Gott gab ihm bei dieser Handlung den Gebrauch der Vernunft und die Befreiung der Erbschuld“.
Josef wuchs ganz in der Gnade und der Freundschaft Gottes heran, stets von den Engeln Gottes beschützt und begleitet. Er sollte ja der Bräutigam Marias werden und der Ziehvater des Sohnes des Allmächtigen werden.
Mit welch einer Ehre hat der Himmel diesen Mann – Josef von Nazareth – versehen! Welche Kraft müssen seine Fürbitten bei Gott haben!

Die Heilige Teresa von Avila schreibt:
„Ich erinnere mich nicht, den hl. Josef bis jetzt um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt hätte. Ja, es ist zum Erstaunen, welch große Gnaden mir Gott durch die Vermittlung dieses glückseligen Heiligen verliehen und aus wie vielen Gefahren des Leibes und der Seele er mich durch ihn befreit hat“.

Im diesem Sinne schließt sich die Pfarrei St. Jakobus der Weltkirche an und ehrt im März den heiligen Josef und stellt sich unter seinen Schutz.
Für diesen Anlass wurden Heiligenbildchen (mit dem Bild des Heiligen Josef, das in der Kirche MvGR verehrt wird) angefertigt. Die Statue des hl. Josef wird am Hauptaltar zur Verehrung ausgestellt.
Am 7.3. in der Messe des 3. Fastensonntags (9.30 Uhr, Mutter vom Guten Rat) eröffnen wir eine zweiwöchigen Gedenkzeit zum hl. Josef, die am 19.3., 17 Uhr, dem Hochfest des Heiligen Josef, mit einer feierlichen Andacht abgeschlossen wird.

Möge uns der hl. Josef gerade in diesen Zeiten mit seinem Schutz, Beistand und Segen beistehen.
Wir laden Sie herzlich ein an den o.g. Gebetszeiten der Pfarrei teilzunehmen. Gerne können Sie auch die Kirche besuchen, Ihre Gebete dem hl. Josef darbringen und sich ein Gebetsbildchen des Heiligen mitnehmen.
Joao Ferreira

Diakon João Ferreira

 

  • Datum
  • Freitag, 19.3.: feierliche Andacht

  • Uhrzeit
  • 17 Uhr

  • Ort
  • Offene Kirche Mutter vom Guten Rat