Orgeln

Die Orgel in Mutter vom guten Rat

Die 1983/84 von der Firma Albiez erbaute Orgel ist nach wie vor eines der größten und bedeutendsten Instrumente in Frankfurt und der ganzen Region. Mit ihren ca. 4000 Pfeifen ist sie für ein breites Klangspektrum und stilistische Vielfalt geeignet. Das schöne Instrument wurde und wird für zahlreiche Konzerte und Einspielungen genutzt und dient natürlich vor allem für eine erfüllte Liturgie, dem Lobe Gottes und der Ansprache der Menschen.

Rosalinde Haas hat das ganze Reger-Orgelwerk auf zwölf dicht bespielten CDs auf dieser Orgel realisiert und so das Instrument international bekannt gemacht, eine meisterhafte Leistung, die sich vor allem in Amerika und Japan großer Wertschätzung erfreut.

2003 wurde die technische Anlage der Orgel durch eine Modernisierung entscheidend verbessert, nachdem 2002 bereits die Setzeranlage (elektronischer Speicher von Registrierungen) von 32 auf 4000 Kombinationen, jeweils in Gruppen von 1000 Kombinationen abschließbar, erweitert wurde. Anlass für die technische Überholung war vor allem die Notwendigkeit einer Reinigung. (siehe Artikel zur Restaurierung der Orgel)

Die Disposition des Instrumentes verrät eine große stilistische Bandbreite und damit verbunden eine beachtliche Farbigkeit der Klangmöglichkeiten. Die Prospektanordnung flankiert mit zwei großen Pedaltürmen rechts und links das Hauptwerk. Dahinter steht ein reich besetztes Schwellwerk. Das sogenannte Rückpositiv ragt im Rücken des Spielers über die Orgelbrüstung hinaus. Durch diesen Aufbau wird eine stereophone Ausstrahlung in den Großraum gewährleistet.

Hier nun die aktuelle Disposition der Albiez-Orgel

I. Manual, Rückpositiv C-a´´´

Quintade 8´
Principal 4´
Octav 2´
Scharff 3f. 1´
Gedeckt 8´
Rohrflöte 4´
Sesquialter 2f. 2 2/3´
Larigot 1 1/3´
Krummhorn 8´
Tremulant

II. Manual, Hauptwerk C-a´´´
Principal 16´
Octav 8´
Octav 4´
Quinte 2 2/3´
Superoctav 2´
Mixtur 4-5f. 1 1/3´
Cymbel 3f. 1/2´
Spitzflöte 8´
Lieblich Gedeckt 8´
Koppelflöte 4´
Flöte 2´
Cornett 5f. ab f°
Trompete 8´
Chamade 8´

III. Manual Schwellwerk C-a´´´ 
Bourdon 16´ 
Suavial 8´ 
Praestant 4´ 
Waldflöte 2´ 
Octävlein 1´ 
Plein-jeu 5f. 2´ 
Salicional 8´ 
Vox celeste ab c° 8´ 
Rohrflöte 8´ 
Copel 4´ 
Quinte 2 2/3´ 
Terz 1 3/5´ 
Basson 16´ 
Trompette-harmonique 8´ 
Hautbois 8´ 
Clairon 4´ 
Tremulant

Pedal C-f´ 
Principalbaß 16´ 
Subbaß 16´ 
Quintbaß 10 2/3´ 
Octavbaß 8´ 
Spillflöte 8´ 
Principal 4´ 
Nachthorn 4´ 
Großsesquialter 2f. 
Octavin 2´ 
Baßmixtur 4f. 2 2/3´ 
Bombarde 16´ 
Posaune 8´ 
Zink 4´

Spiel und Registertraktur mechanisch 
Koppeln elektrisch: III/II; I/II; III/I;I/Ped.; II/Ped.; III/Ped. 
Tastenfessel im Schwellwerk 
Winddrossel für das Hauptwerk 
Jalousieschweller für III. Manual 
Tutti, Zungen ab, Tastenfessel, Walze an als Pistons 
Walze, frei einstellbar in 30 Stufen 
Sequenzer vorwärts und rückwärts als Druckknöpfe (zusätzlich für Registranten rechts und links) und Pistons

Die Orgel in St. Mauritius

Die Orgel in St. Mauritius wurde 1907/1908 von der Firma Carl Horn aus Limburg gebaut, ist inzwischen aber mehrfach umgebaut und erweitert worden. Sie verfügt heute über 39 Register auf 3 Manualen und Pedal und kann mit ihrer Klangpalette für weite Bereiche der Orgelliteratur genutzt werden.

Das von den Gebrüdern Gastell (Hochaltar) im Stil der Neugotik geschaffene Orgelgehäuse wurde 2012 gründlich gereinigt und restauriert. Die den Prospekt bekrönende Schnitzfigur der Heiligen Cäcilia, die als Patronin der Orgelmusik und Organisten verehrt wird, spielt selbst eine kleine Orgel und ist jetzt durch eine effektive Beleuchtung auch sichtbar.

Die Orgel in St. Johannes

Die Orgel in St. Johannes wurde von der Firma Förster & Nicolaus, Lich (Oberhessen), gebaut und am 15. November 1970 gemeinsam vom scheidenden Pfarrer Robert Zander und seinem Nachfolger im Amt, Rainer Hoffmann, eingeweiht.

Die Disposition hat Wendelin Röckel, der aus Goldstein stammende Kirchenmusikdirektor des Bistums, gemeinsam mit der Orgelbaufirma entworfen. Die Orgel hat 27 Register mit 1730 Pfeifen, die von zwei Manualen und Pedal aus bespielt werden.

Obwohl Wendelin Röckel (* 1936) beruflich in anderen Pfarreien Frankfurts tätig war, hat er oft in seinem Heimatort gespielt und spielt auch heute (2013) noch gerne dort.